Kitt bezeichnet eine plastische Dichtungsmasse zum Abdichten und Befestigen von Glasscheiben in Fensterrahmen. Der traditionelle Leinölkitt besteht aus Leinöl, Kreide und Füllstoffen und härtet durch Oxidation langsam aus. Kitt dichtet den Spalt zwischen Glas und Holzrahmen wetterfest ab und fixiert die Scheibe zusätzlich zu den Glasleisten. Moderne Fenster verwenden häufig elastische Dichtstoffe oder Dichtungsbänder anstelle von Kitt.
Anwendung und Verarbeitung
Bei traditionellen Holzfenstern wird Kitt nach dem Einsetzen der Glasscheibe in die Falz mit einem Kittmesser gleichmäßig aufgetragen und glattgestrichen. Der Kitt muss nach vollständiger Aushärtung überstrichen werden, um ihn vor Witterungseinflüssen zu schützen. Die Haltbarkeit von Fensterabdichtungen mit Kitt hängt von der fachgerechten Verarbeitung und regelmäßiger Wartung ab. Spröde oder rissiger Kitt verliert seine Abdichtungsfunktion und muss erneuert werden.
Moderne Alternativen
In der modernen Fenstertechnik haben elastische Silikondichtstoffe den traditionellen Kitt weitgehend ersetzt. Diese bleiben dauerhaft elastisch, passen sich Temperaturschwankungen an und erfordern keinen Schutzanstrich. Bei Isolierverglasungen und Kunststofffenstern kommen ausschließlich moderne Dichtstoffe und vormontierte Dichtungen zum Einsatz. Dennoch bleibt Kitt bei der Restaurierung historischer Fenster und in der Denkmalpflege wichtig.
Bedeutung für Immobilien
Der Zustand der Fensterabdichtungen beeinflusst die Energieeffizienz und den Wohnkomfort erheblich. Undichte oder beschädigte Kittfugen führen zu Zugluft, Wärmeverlusten und Feuchtigkeitseintritt, der Fensterrahmen schädigen kann. Bei der Bewertung älterer Immobilien sollte der Zustand der Fensterdichtungen geprüft werden, da eine Erneuerung der Verkittung relativ kostengünstig ist, aber erhebliche Verbesserungen bringt. Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer von Holzfenstern deutlich.
Siehe auch: Fenster , Instandhaltung , Wärmedämmung