Leichtbeton bezeichnet Beton mit geringem Raumgewicht, der durch die Verwendung poröser Zuschlagstoffe oder durch Einbringen von Luftporen seine reduzierte Dichte erhält. Das geringe Gewicht bei gleichzeitig guten wärmedämmenden Eigenschaften macht Leichtbeton zu einem vielseitigen Baustoff für tragende und nichttragende Bauteile. Je nach Rohdichte wird zwischen haufwerksporigem, poriertem und gefügedichtem Leichtbeton unterschieden.
Eigenschaften und Vorteile
Leichtbeton vereint geringeres Gewicht mit guten Dämmeigenschaften und ausreichender Tragfähigkeit. Die porige Struktur verbessert den Wärmeschutz und den Schallschutz gegenüber Normalbeton. Das reduzierte Gewicht erleichtert den Transport, verringert die Belastung der Fundamente und ermöglicht größere Bauhöhen bei gegebener Tragfähigkeit. Leichtbetonwände können mit geringerem Aufwand bearbeitet werden als massiver Beton. Allerdings ist die Druckfestigkeit niedriger als bei Normalbeton.
Anwendungsbereiche
Leichtbeton findet Verwendung als Mauerwerk in Form von Leichtbetonsteinen für Außen- und Innenwände, als Fertigteile für Decken und Wände sowie als Ortbeton für verschiedene Bauteile. Besonders im mehrgeschossigen Wohnungsbau werden Leichtbetonsteine wegen ihrer guten Wärmedämmung geschätzt. Auch für nichttragende Trennwände, Ausfachungen und Schornsteine kommt Leichtbeton zum Einsatz. Die Kombination von tragender Funktion und Wärmedämmung in einem Baustoff vereinfacht Konstruktionen.
Bedeutung für Immobilien
Gebäude in Leichtbetonbauweise zeichnen sich durch gute energetische Eigenschaften und solide Bausubstanz aus. Die monolithische Bauweise mit Leichtbetonsteinen bietet bauphysikalische Vorteile und reduziert die Gefahr von Wärmebrücken. Für Eigentümer bedeutet dies geringere Heizkosten und einen höheren Wohnkomfort. Bei der Sanierung können Leichtbetonwände problemlos bearbeitet und für neue Installationen durchbrochen werden. Der Baustoff ist langlebig und erfordert nur geringe Instandhaltung.
Siehe auch: Mauerwerk , Dämmung , Baustoffe