Querriegel bezeichnet ein horizontal angeordnetes Konstruktionselement, das zur Verbindung vertikaler Stützen, Aussteifung der Konstruktion und Lastabtragung dient. Für Bauherren und Statiker relevant, da er wesentlich zur Standsicherheit beiträgt und bei Sanierungen historischer Gebäude besondere Beachtung erfordert.
Grundlagen
Horizontales Verbindungselement zwischen Stützen, Teil des Tragwerks oder der Fassade, Aufnahme und Weiterleitung von Lasten. Funktion: Verbindung von Stützen und Pfosten, Aufnahme von Horizontallasten, Verhinderung von Verformungen. Abgrenzung: Riegel horizontal, Stütze vertikal, Strebe diagonal.
Fachwerkbau
Historischer Fachwerkbau mit traditionellen Holzverbindungen wie Zapfen und Versatz, handwerkliche Fertigung, denkmalpflegerische Bedeutung. Konstruktionsarten: Brustriegel in Brusthöhe, Sturzriegel über Öffnungen, Fensterriegel unter Fenstern. Sanierung erfordert materialgerechte Reparatur und Ergänzung mit gleichem Holz.
Moderner Holz- und Stahlbau
Ingenieurholzbau mit Brettschichtholz, präziser Fertigung und leistungsfähigen Verbindungsmitteln. Stahlbau: IPE- und HEA-Profile, Hohlprofile, geschweißte oder geschraubte Verbindungen. Bemessung nach Eurocode 5 (Holz) und Eurocode 3 (Stahl).
Fassadensysteme
Pfosten-Riegel-Fassade als Konstruktionssystem für Glasfassaden mit Aluminium oder Stahl. Thermisch getrennte Profile zur Vermeidung von Wärmebrücken, U-Wert-Optimierung. Systemverbinder und justierbare Verbindungen für Toleranzausgleich.
Statische Funktion
Lastabtragung vertikaler Lasten aus Decken und Dächern, Einleitung in Stützen. Horizontale Aussteifung gegen Wind und Erdbeben, Rahmenwirkung mit Stützen. Verformungsbegrenzung zur Einhaltung der Grenzwerte für Gebrauchstauglichkeit.
Siehe auch: Statik , Holzbau , Fassade