Technische Gebäudeausrüstung (TGA) bezeichnet alle fest installierten technischen Anlagen für Versorgung (Wärme, Wasser, Luft, Strom), Entsorgung und Kommunikation. Macht 20-40% der Baukosten aus, bestimmt Nutzungskomfort und beeinflusst Energieeffizienz sowie Betriebskosten. Kostengruppe 400 nach DIN 276.
Gewerke
Heizungstechnik: Wärmeerzeugung (Kessel/Wärmepumpe), -verteilung und -übergabe (Heizkörper/Fußbodenheizung). Lüftungs-/Klimatechnik: kontrollierte Wohnraumlüftung, Wärmerückgewinnung, Klimaanlagen. Sanitärtechnik: Trinkwasser, Abwasser, Warmwasserbereitung. Elektrotechnik: Stromversorgung, Beleuchtung, Sicherungen. Gebäudeautomation: Smart Home, Steuerung, Energiemanagement. Fördertechnik: Aufzüge. Sicherheit: Brandmelde-, Sprinkleranlagen.
Kosten
Investitionskosten: erheblicher Anteil (20-40%), stark abhängig vom Ausstattungsstandard. Betriebskosten: Energie, Wasser, Wartung - erhebliches Optimierungspotenzial. Instandhaltung: regelmäßige Wartung erforderlich, Rücklage bilden. Erneuerung: Lebensdauer typisch 15-30 Jahre, dann Austausch oder Modernisierung.
Energieeffizienz
GEG-Anforderungen an Anlagentechnik und erneuerbare Energien. Effiziente Technik: Brennwert, Wärmepumpe, WRG, LED, effiziente Pumpen. Erneuerbare: Solarthermie, Photovoltaik, Biomasse, Geothermie. Gebäudeautomation: bedarfsgerechte Steuerung, Energiemonitoring, intelligente Regelung.
Betrieb und Wartung
Wartungspflichten beachten (Herstellervorgaben, sicherheitsrelevante Anlagen). Wiederkehrende Prüfungen: TÜV bei Aufzügen, Schornsteinfeger bei Heizung. Energiemonitoring zur Verbrauchsoptimierung. Wartungsverträge mit Fachfirmen empfohlen.
Beim Immobilienkauf
Zustand und Alter der Anlagen prüfen, Wartungsnachweise einsehen, Energieverbrauch analysieren. Modernisierungsbedarf und Kosten einkalkulieren. Förderung für TGA-Erneuerung verfügbar (KfW, BAFA): Heizungstausch, Lüftung mit WRG, hydraulischer Abgleich.
Siehe auch: Heizung , Energieausweis , Gebäudeautomation