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Immobilien-ABC

Asbest

Krebserregender Baustoff in Altbauten der 1960er bis 1990er Jahre

Asbest ist eine natürliche Mineralfaser, die wegen ihrer Hitzebeständigkeit und Festigkeit bis 1993 in vielen Bauprodukten verwendet wurde. Eingeatmete Fasern können Lungenkrebs und Asbestose verursachen. In Deutschland ist Asbest seit 1993 verboten, in Altbauten jedoch noch häufig vorhanden.

Typische Fundorte

Dacheindeckungen: Eternitplatten, Wellplatten. Fassadenverkleidungen: Asbestzementplatten. Bodenbeläge: Vinyl-Asbest-Platten (Floor-Flex). Nachtspeicheröfen: Isolierungen und Dichtungen. Rohrisolierungen: Ummantelungen von Heizungsrohren. Brandschutzverkleidungen: Spritzasbest an Stahlträgern.

Gefährdung

Fest gebundener Asbest: Geringe Gefahr bei intaktem Zustand. Schwach gebundener Asbest: Hohe Gefahr durch leichte Faserfreisetzung. Gefährlich wird es bei Beschädigung, Bearbeitung oder Verwitterung. Niemals selbst bohren, sägen oder schleifen!

Sanierung

Fachgerechte Entsorgung nur durch zertifizierte Unternehmen (TRGS 519). Schutzmaßnahmen: Abschottung, Unterdruck, Schutzausrüstung. Sondermüllentsorgung auf zugelassenen Deponien. Kosten: 30-80 Euro pro m² Asbestzementplatten, Spritzasbest deutlich teurer.

Kaufprüfung

Bei Baujahr 1960-1993 Asbestverdacht prüfen. Laboranalyse von Proben (50-150 Euro). Wertminderung durch Sanierungsbedarf einkalkulieren. Verkäufer muss bekannte Asbestbelastung offenlegen.

Siehe auch: Sanierung , Altbau , Gutachten

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