Aufstockung bezeichnet die bauliche Erweiterung eines Gebäudes nach oben durch Hinzufügen eines oder mehrerer Geschosse. Sie ist eine Form der Nachverdichtung zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums ohne Flächenversiegelung. Aufstockungen sind besonders in Städten mit Wohnraummangel und begrenzten Grundstücken attraktiv.
Voraussetzungen
Statik: Tragfähigkeit des bestehenden Gebäudes muss ausreichen. Bebauungsplan: Zulässige Geschosszahl und Gebäudehöhe prüfen. Abstandsflächen: Einhaltung der Grenzabstände nach Landesbauordnung. Baugenehmigung: In der Regel erforderlich, Vereinfachungen möglich.
Bauweisen
Holzbau: Leicht, schnell, ökologisch, ideal für Aufstockungen. Stahlbau: Geringe Eigenlasten, hohe Tragfähigkeit. Massivbau: Nur bei ausreichender Tragfähigkeit des Bestands. Modulbau: Vorgefertigte Raummodule, kurze Bauzeit.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Baukosten: 1.800-2.500 Euro pro m² Wohnfläche. Günstiger als Neubau durch vorhandene Erschließung. Wertsteigerung des Gesamtgebäudes. Zusätzliche Mieteinnahmen oder Eigennutzung. Fördermöglichkeiten bei energetischer Sanierung.
Genehmigungsverfahren
Bauantrag mit Statiknachweis und Brandschutzkonzept. Nachbarschaftsrecht: Zustimmung bei Grenzbebauung. Denkmalschutz: Bei geschützten Gebäuden besondere Auflagen. Bauzeit: Oft nur wenige Monate bei Leichtbauweise.
Siehe auch: Nachverdichtung , Baugenehmigung , Anbau