Containerhaus bezeichnet ein Gebäude aus standardisierten Containern oder Modulen. Bietet schnelle Bauzeit von wenigen Wochen bis Monaten, flexible Erweiterbarkeit durch Stapeln und Kombinieren, Kosten ab 30.000 Euro für Basismodule bis 150.000 Euro für schlüsselfertige Wohnhäuser, Genehmigungspflicht wie konventionelle Gebäude sowie nachhaltige Option durch Wiederverwendung gebrauchter Schiffscontainer.
Bauarten und Module
Gebrauchte Seecontainer umgebaut mit Isolierung Fenstern Türen Elektrik Sanitär kostengünstig aber Schadstoffprüfung erforderlich 20-Fuß-Container circa 14 Quadratmeter 40-Fuß-Container circa 28 Quadratmeter Nutzfläche, Neubaumodule speziell für Wohnzwecke gefertigt bessere Dämmwerte höherer Komfort mehr Gestaltungsfreiheit. Kombinationsmöglichkeiten mehrere Container nebeneinander für große Räume übereinander für Mehrgeschossigkeit versetzt für architektonische Akzente sowie Hybridbauweise Container kombiniert mit konventionellen Bauteilen.
Genehmigung und Baurecht
Baugenehmigung erforderlich wie für konventionelle Gebäude Bebauungsplan muss Wohnnutzung erlauben Statiknachweis für gestapelte Container notwendig Brandschutzanforderungen je nach Gebäudeklasse EnEV-Anforderungen für Wärmedämmung einzuhalten, Stellplatznachweis Abstandsflächen Erschließung wie bei Massivbau. Sonderfall mobile Container ohne festes Fundament unter 50 Kubikmetern eventuell genehmigungsfrei als temporäre Nutzung Gartenhütte Büro prüfen bei Bauamt sowie dauerhafte Wohnnutzung immer genehmigungspflichtig.
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Rohcontainer gebraucht ab 2.000 Euro Umbau Dämmung Fenster Elektrik Sanitär 15.000 bis 40.000 Euro je nach Standard schlüsselfertiges Containerhaus 50.000 bis 150.000 Euro Luxusausführung mit Architekt ab 200.000 Euro, Kostenvorteile durch kurze Bauzeit weniger Handwerkerkosten Fertigung wetterunabhängig. Wertentwicklung eingeschränkt Wiederverkauf schwieriger als Massivhaus Finanzierung bei Banken nicht immer Standard Beleihungswert niedriger eingeschätzt sowie Versicherung speziell für Modulbau erforderlich.
Dämmung und Technik
Stahlwände leiten Wärme stark Innendämmung oder Außendämmung zwingend erforderlich 10 bis 20 Zentimeter Dämmstärke für EnEV-Konformität Dampfsperre gegen Kondenswasser wichtig Wärmebrücken an Ecken und Anschlüssen beachten, Heizung Wärmepumpe Infrarot Fußbodenheizung platzsparend geeignet. Lüftung kontrollierte Wohnraumlüftung empfohlen wegen luftdichter Bauweise Feuchtigkeit sonst problematisch Schimmelgefahr bei unzureichender Belüftung, Elektrik und Sanitär Standard wie konventioneller Bau sowie Photovoltaik auf Flachdach gut integrierbar.
Vor- und Nachteile
Vorteile schnelle Bauzeit drei bis sechs Monate komplett fertig flexibel erweiterbar versetzbar bei Umzug nachhaltig durch Recycling gebrauchter Container individuelles Design möglich geringere Baukosten als Massivhaus, Nachteile begrenzte Raumhöhe circa 2,40 Meter eingeschränkte Grundrissfreiheit Wärmebrücken aufwendig zu lösen Akzeptanzprobleme bei Nachbarn Behörden Banken. Zielgruppen Singles Paare als Erstwohnung Tiny-House-Bewegung Ferienhäuser Bürocontainer sowie temporäre Unterkünfte Baustellen Flüchtlinge Studenten.
Siehe auch: Fertighaus , Baugenehmigung , Energieausweis