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Immobilien-ABC

Gasbeton

Mineralischer Leichtbaustoff mit hervorragenden Wärmedämmeigenschaften

Gasbeton bezeichnet einen mineralischen porösen Baustoff der durch Zugabe von Aluminiumpulver aufgeschäumt und in Dampfdruckbehältern ausgehärtet wird. Porenbeton als alternative Bezeichnung, Ytong als bekanntester Markenname, Rohdichten 350 bis 800 kg pro Kubikmeter, Wärmeleitfähigkeit 0,08 bis 0,21 W/mK, monolithische Außenwände ohne zusätzliche Dämmung möglich sowie weit verbreitet im deutschen Wohnungsbau.

Herstellung und Eigenschaften

Ausgangsmaterialien Branntkalk Zement Quarzsand Wasser, Aluminiumpulver als Treibmittel bildet Poren, Autoklavierung bei 180 bis 200 Grad und 10 bis 12 bar, maßgenaue Plansteine durch industrielle Fertigung. Wärmeleitfähigkeit abhängig von Rohdichte, leichter Gasbeton dämmstark schwererer tragfähiger, einschaliges Mauerwerk ohne Zusatzdämmung möglich, GEG-konforme Konstruktionen mit monolithischem Gasbeton sowie Wärmebrückenminimierung durch homogenen Aufbau.

Statik und Verarbeitung

Druckfestigkeitsklassen 2 bis 8 N/mm², höhere Rohdichte höhere Tragfähigkeit, PP6 oder PP8 für tragende Innenwände, PP2 oder PP4 für dämmende Außenwände. Dünnbettmörtel Standard Fugendicke nur 1 bis 3 mm, minimierte Wärmebrücken, große Steinformate beschleunigen Baufortschritt. Leichte Bearbeitbarkeit Sägen Fräsen Bohren einfach, Schlitze für Installation sowie flexible Grundrissgestaltung.

Bauphysik und Brandschutz

Diffusionsoffenheit für ausgeglichenes Raumklima, Feuchtepufferung durch poröse Struktur, überschüssige Raumfeuchte wird aufgenommen, Schimmelgefahr reduziert. Baustoffklasse A1 nicht brennbar, Feuerwiderstandsklassen bis F 180 erreichbar, keine giftigen Gase bei Brand, Treppenhauswände und Brandwände geeignet sowie hervorragender Brandschutz.

Vor- und Nachteile

Vorteile hervorragende Wärmedämmung, niedriges Gewicht, einfache Verarbeitung, nicht brennbar, diffusionsoffen, großformatige Steine, recyclingfähig, langlebig. Nachteile geringere Festigkeit als Normalbeton, dickere Wände erforderlich, empfindlich gegen mechanische Beschädigung, Dübellasten begrenzt, schlechtere Schallschutzwerte, Außenputz erforderlich sowie materialgerechte Planung wichtig.

Praktische Hinweise

Bei Neubau Wandaufbau und Rohdichteklassen fachgerecht wählen, Statik berechnen lassen, Wärmeschutznachweis, Verarbeitungsrichtlinien beachten, Baustellenkontrolle. Bei Bestandsimmobilien Wandstärken und Dämmqualität einschätzen, Putzfassade auf Schäden prüfen, Feuchteprobleme am Sockel erkennen, nachträgliche Dämmung bei älteren Gasbetonwänden möglich sowie Gasbeton langlebig bei Pflege.

Siehe auch: Dämmung , Massivhaus , Energieausweis

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