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Immobilien-ABC

G-Wert

Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasungen für solaren Wärmeeintrag

G-Wert bezeichnet den Gesamtenergiedurchlassgrad von Verglasungen und gibt an welcher Anteil der Sonnenenergie ins Gebäudeinnere gelangt. Dimensionsloser Kennwert zwischen 0 und 1, Wert 0,6 bedeutet 60 Prozent Energiedurchlass, höherer G-Wert mehr solare Wärmegewinne, niedriger G-Wert reduziert sommerliche Überhitzung, Zusammenspiel mit U-Wert für Gesamtenergiebilanz sowie wichtige Planungsgröße für energieeffizientes Bauen.

Physikalische Grundlagen

Zusammensetzung aus direkter Transmission und sekundärer Wärmeabgabe, kurzwellige Solarstrahlung durchdringt Glas teilweise, Erwärmung des Glases durch absorbierte Energie, sekundäre Abgabe durch Konvektion und Strahlung nach innen. Selektive Beschichtungen beeinflussen spektrale Eigenschaften, Low-E-Beschichtungen reduzieren Wärmeverluste nach außen, Sonnenschutzgläser reduzieren G-Wert gezielt sowie hohe Lichttransmission bei reduziertem Energiedurchlass möglich.

G-Wert verschiedener Verglasungen

Einfachverglasung hoher G-Wert um 0,85 kaum noch verwendet, Standard-Zweifachverglasung etwa 0,6 bis 0,65, Dreifachverglasung etwa 0,5 bis 0,55, mehr Scheiben bedeuten mehr Absorption. Wärmeschutzgläser mit Low-E-Beschichtung niedriger U-Wert bei akzeptablem G-Wert, Sonnenschutzgläser G-Werte 0,2 bis 0,5, Kombination Sonnenschutz und Wärmeschutz möglich sowie Funktionsgläser für spezifische Anforderungen.

Bedeutung für Energiebilanz

Solare Gewinne im Winter reduzieren Heizenergiebedarf, Südausrichtung mit hohem G-Wert für passive Solarnutzung, GEG berücksichtigt solare Gewinne. Sommerlicher Wärmeschutz erfordert begrenzten G-Wert, DIN 4108-2 regelt Nachweis über Sonneneintragskennwert, außenliegender Sonnenschutz als Alternative, bewegliche Verschattung ermöglicht saisonale Anpassung sowie Balance zwischen Heizwärme und Überhitzungsschutz.

Planungsempfehlungen

Südorientierte Fenster G-Wert 0,5 bis 0,6 für passive Solarnutzung, Sonne steht im Winter tief im Sommer hoch Dachüberstand schützt. Ost-West-Orientierung kritischer bei flachem Sonnenstand, niedrigerer G-Wert 0,4 bis 0,5 empfohlen, beweglicher Sonnenschutz wichtig. Nordorientierte Fenster geringer Solareintrag, Fokus auf U-Wert zur Minimierung Wärmeverluste sowie Lichttransmission für Tageslicht wichtiger.

Praktische Hinweise

Bei Fenstertausch G-Wert bewusst wählen nach Orientierung, Produktdatenblätter prüfen, Sonnenschutzverglasung für kritische Räume, Kombination aus Verglasung und Sonnenschutz optimieren. Fachberatung durch Energieberater oder Fensterbauer, KfW-Förderung für Fensteraustausch möglich, steuerliche Förderung energetischer Sanierung sowie informierte Entscheidung für optimale Verglasung.

Siehe auch: Energieausweis , Dämmung , Fenster

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