Inflationsschutz bezeichnet die Eigenschaft einer Anlage ihren realen Wert bei allgemeinen Preissteigerungen zu erhalten. Für Immobilieninvestoren relevant da Immobilien als Sachwerte historisch mit der Inflation steigen, Mieteinnahmen indexiert werden können und Kredite bei Inflation real entwertet werden.
Warum Immobilien vor Inflation schützen
Sachwert bedeutet Immobilie existiert physisch, Grundstück und Gebäude haben intrinsischen Wert, Nachfrage nach Wohnraum bleibt bei Inflation. Mieteinnahmen können mit Inflation steigen durch Indexmiete direkt an Verbraucherpreisindex gekoppelt. Fremdkapitalentwertung bei fixem Nominalkredit, Rückzahlung in entwertetem Geld, Schuldenlast sinkt real.
Historische Entwicklung
Immobilienpreise Deutschland stiegen von 1970 bis 2023 durchschnittlich 3 bis 4 Prozent pro Jahr, Inflation etwa 2,5 Prozent, Realwertsteigerung langfristig. Mieten stiegen ebenfalls im Langfristtrend mit Inflation. In Krisenphasen wie Hyperinflation 1923 und Währungsreform 1948 retteten Sachwerte.
Grenzen des Inflationsschutzes
Mietregulierung durch Mietpreisbremse und Kappungsgrenzen, Einnahmen steigen langsamer als Inflation. Betriebskosten steigen mit Energie Material Handwerker teils stärker als Miete. Zinssteigerungen bei Inflation verteuern Anschlussfinanzierung, Forward-Darlehen zur Absicherung. Immobilienblase bei Überhitzung kann zu nominalem Wertverlust führen.
Optimierung des Inflationsschutzes
Lange Zinsbindung 15 bis 20 Jahre sichert niedrigen Zins, Inflation entwertet Kredit maximal. Indexmietverträge bei Neuvermietung vereinbaren, Miete steigt automatisch mit Inflation. Gute Lage wählen da Toplagen stärker steigen und geringeres Leerstandsrisiko bieten. Fremdkapitalhebel nutzen wenn tragbar da Inflation Schulden entwertet.
Siehe auch: Indexmiete , Zinsbindung , Sachwert