Jahresmiete bezeichnet die Summe aller Mieteinnahmen eines Objekts über ein Jahr als Jahreskaltmiete ohne Nebenkosten oder Jahreswarmmiete inklusive Nebenkosten. Für Immobilieninvestoren relevant da Grundlage für Brutto- und Nettomietrendite, bestimmt Kaufpreisfaktor und wird für Ertragswertermittlung verwendet.
Renditekennzahlen
Bruttomietrendite ist Jahreskaltmiete durch Kaufpreis mal 100 Prozent, typisch 3 bis 6 Prozent, berücksichtigt keine Eigentümerkosten. Nettomietrendite ist Jahreskaltmiete minus nicht umlegbare Kosten durch Kaufpreis plus Erwerbsnebenkosten, typisch 2 bis 4 Prozent, realistischer. Eigenkapitalrendite bezieht Reinertrag auf eingesetztes Eigenkapital, durch Fremdkapitalhebel zweistellig möglich.
Kaufpreisfaktor
Definition ist Kaufpreis durch Jahreskaltmiete, auch Vervielfältiger genannt, gibt an wie viele Jahresmieten der Kaufpreis entspricht. A-Städte 25 bis 35-fach, B-Städte 18 bis 25-fach, C-Städte 12 bis 18-fach. Niedriger Faktor gleich höhere Rendite aber möglicherweise Risiken.
Marktmiete vs Ist-Miete
Ist-Miete sind tatsächlich gezahlte Mieten, kann unter Marktniveau liegen. Marktmiete ist ortsübliche Vergleichsmiete laut Mietspiegel, erzielbar bei Neuvermietung. Mietpotenzial ist Differenz, bei Mieterwechsel realisierbar, Mietpreisbremse in angespannten Märkten beachten.
Mietsteigerungen
Vergleichsmietenerhöhung nach Paragraph 558 BGB maximal 20 Prozent in 3 Jahren. Modernisierungsumlage 8 Prozent der Kosten jährlich umlegbar. Indexmiete an Verbraucherpreisindex gekoppelt, automatische Anpassung. Staffelmiete mit festen Steigerungen für künftige Zeitpunkte.
Siehe auch: Mietspiegel , Ertragswertverfahren , Vermietung