Pergola bezeichnet eine offene Gartenkonstruktion aus senkrechten Pfosten und horizontalen Querbalken als Rankhilfe für Kletterpflanzen oder Schattenspender. Anders als Pavillon kein geschlossenes Dach, oft als länglicher begehbarer Laubengang gestaltet.
Arten und Bauweisen
Freistehende Pergola eigenständig im Garten, Anlehnpergola an Hauswand angebaut. Laubengang als längliche Pergola über Gartenweg. Dachgestaltung offen mit Sparren, Lamellendach verstellbar, Stoffbespannung oder Glas wasserdicht. Materialien Holz natürlich, Aluminium pflegeleicht, Stahl stabil.
Bepflanzung
Klassische Begrünung mit Weinrebe, Glyzinie, Kletterrosen, Clematis, Hopfen oder Efeu. Natürlicher Sonnenschutz im Sommer, angenehmes Mikroklima durch Verdunstung. Begrünung braucht 2 bis 3 Jahre zum Wachsen, regelmäßiger Rückschnitt erforderlich.
Rechtliche Aspekte
Offene Pergola ohne Dach meist genehmigungsfrei, mit festem wasserdichtem Dach oft genehmigungspflichtig. Anbau an Gebäude häufiger genehmigungspflichtig. Grenzabstand meist 2,50 bis 3 Meter beachten. Vor Bau beim Bauamt informieren.
Kosten
Bausätze Holzpergola 500 bis 6000 Euro, Aluminium 3000 bis 8000 Euro, Lamellenpergola 8000 bis 20000 Euro. Maßanfertigung 150 bis 800 Euro pro Quadratmeter je nach Material. Zusatzkosten für Fundament 500 bis 2000 Euro, Montage 500 bis 2000 Euro.
Planung und Pflege
Standort Süden oder Westen für optimale Beschattung, windgeschützt für Stabilität. Mindestbreite 2,50 Meter für Tisch und Stühle. Punktfundamente mindestens 80 cm tief frostsicher. Holz alle 2 bis 3 Jahre lasieren, Metall gelegentlich reinigen.
Wertbeeinflussung
Hochwertige Pergola steigert Immobilienwert, erweitert nutzbaren Außenbereich. Lamellenpergolen mit hohem Mehrwert als modernes Ausstattungsmerkmal. Gepflegte Begrünung als starkes Verkaufsargument bei Besichtigungen.
Siehe auch: Terrasse , Pavillon , Garten