Traufe bezeichnet die untere waagerechte Kante eines geneigten Daches, an der das Regenwasser abläuft und in die Dachrinne geleitet wird. Wichtiges bautechnisches und gestalterisches Element für Regenwasserableitung, Fassadenschutz und baurechtliche Höhenvorgaben.
Aufbau und Funktion
Komponenten: Dachsparren enden an Traufkante, Traufbohle schließt Sparrenenden ab, Traufblech leitet Wasser zur Rinne, Dachrinne sammelt Regenwasser. Funktionen: Wasserableitung ohne Fassadenbenetzung, Schutz der Dachkonstruktion vor Feuchtigkeit, gestalterisches Element der Dachform.
Dachüberstände
Geringe Überstände (20-40 cm): moderne schlichte Optik, geringer Fassadenschutz. Mittlere Überstände (40-80 cm): typisch bei Wohnhäusern, guter Schutz. Große Überstände (über 80 cm): bei Alpenhäusern, bester Fassaden- und Fensterschutz. Schutzfunktion gegen Regen, Schlagregen und Durchfeuchtung am Sockel.
Baurechtliche Vorgaben
Traufhöhe (Abstand Gelände bis Traufe) wird in Bebauungsplänen oft als Höhenbegrenzung festgelegt. Bestimmt maximal zulässige Geschosszahl und beeinflusst Dachform/Neigung. Messung von Geländeoberfläche bis Oberkante Außenwand am Dachansatz. Einhaltung für Baugenehmigung bindend.
Ausführung und Wartung
Bei Ziegeldach: letzte Ziegelreihe überragt Rinne leicht, Lüftungsöffnungen für Dachhinterlüftung. Typische Probleme: defekte Traufbleche (Korrosion), verstopfte Dachrinnen, unzureichende Hinterlüftung, Eisbildung im Winter. Wartung: regelmäßige Rinnenreinigung, Kontrolle von Traufblech und Anschlüssen.
Siehe auch: Dachrinne , Traufblech , Traufhöhe