Wärmedämmung bezeichnet den Einbau von Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit in Außenwände, Dach, Kellerdecke und Fenster zur Minimierung von Heizenergieverlusten. Spart 30-70% Heizkosten, erhöht Wohnkomfort, gesetzlich vorgeschrieben (GEG), Förderung bis 45% möglich.
Dämmstoffe
Mineralisch: Steinwolle, Glaswolle (Lambda 0,032-0,040), nicht brennbar, diffusionsoffen, 15-40 €/m². Synthetisch: EPS (Standardsystem WDVS), XPS (Perimeter/Keller), PUR/PIR (beste Dämmwerte, dünnste Aufbauten). Ökologisch: Holzfaser (guter Hitzeschutz), Zellulose (Einblas), Hanf/Schafwolle - teurer aber nachhaltig.
Anwendungsbereiche
Fassade: WDVS (80-150 €/m², 30-50% Ersparnis) oder hinterlüftete Fassade (Premium). Innendämmung bei Denkmalschutz. Dach: Aufsparren- (wärmebrückenfrei, teuer), Zwischensparren- (Standard), Untersparrendämmung (Ergänzung). Keller: Kellerdecke von unten (günstig, hohe Wirkung), Perimeterdämmung außen (aufwendig).
U-Wert-Anforderungen GEG
Außenwand: max. 0,24 W/m²K. Dach/Dachschräge: max. 0,24 W/m²K. Flachdach: max. 0,20 W/m²K. Kellerdecke: max. 0,30 W/m²K. KfW-Förderung: Strengere Werte (Fassade 0,20, Dach 0,14), 15% Zuschuss plus 5% mit iSFP.
Wirtschaftlichkeit
Fassade: 12.000-22.500€ bei 150m², Amortisation 15-25 Jahre (mit Förderung 12-20 Jahre). Dach: 4.000-8.000€ bei 100m², Amortisation 8-15 Jahre. Kellerdecke: 1.600-4.000€ bei 80m², Amortisation 5-10 Jahre - empfohlene erste Maßnahme.
Praktische Tipps
Gesamtkonzept mit Energieberater erstellen (iSFP 80% gefördert). Dämmung vor Heizungstausch. Zertifizierte Fachbetriebe, Wärmebrücken-Details beachten. Qualitätssicherung: Baubegleitung (50% gefördert), Thermografie nach Fertigstellung.
Siehe auch: U-Wert , WDVS , Energetische Sanierung