Bausparvertrag ist ein Vertrag mit einer Bausparkasse, bei dem der Sparer zunächst ein Mindestguthaben anspart und nach Zuteilung ein zinsgünstiges Bauspardarlehen erhält. Die Kombination aus Sparen und Darlehen wird für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet. Staatliche Förderung durch Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage möglich.
Funktionsweise
Bausparsumme: Vereinbarte Gesamtsumme aus Guthaben und Darlehen. Ansparphase: Mindestens 40-50% der Bausparsumme ansparen. Zuteilung: Nach Erreichen von Mindestguthaben und Bewertungszahl. Darlehensphase: Auszahlung des Bauspardarlehens zum festen Zinssatz.
Konditionen
Guthabenzins: Meist niedrig (0,01-0,25%). Darlehenszins: Fest vereinbart, aktuell 1,5-3,5%. Abschlussgebühr: 1-1,6% der Bausparsumme. Tilgung: Durch monatliche Raten bis zur vollständigen Rückzahlung.
Staatliche Förderung
Wohnungsbauprämie: 10% auf max. 700/1.400 Euro (ledig/verheiratet). Arbeitnehmer-Sparzulage: 9% auf VL bis 470 Euro jährlich. Einkommensgrenzen: 35.000/70.000 Euro zu versteuerndes Einkommen. Verwendung: Nur für wohnwirtschaftliche Zwecke.
Vor- und Nachteile
Vorteile: Zinssicherheit, staatliche Förderung, keine Grundschuld nötig bei kleinen Beträgen. Nachteile: Lange Ansparzeit, niedrige Guthabenzinsen, Abschlussgebühr, Zweckbindung.
Siehe auch: Finanzierung , Anschlussfinanzierung , Zinsbindung