Bauteil bezeichnet einzelne Komponenten eines Gebäudes, die eine bestimmte Funktion erfüllen. Man unterscheidet tragende und nichttragende Bauteile sowie raumabschließende Elemente. Die Klassifizierung ist wichtig für statische Berechnungen, Brandschutz und Gewährleistungszuordnung.
Tragende Bauteile
Fundamente: Lastabtragung ins Erdreich. Wände: Tragende Außen- und Innenwände. Stützen: Punktförmige Lastableitung. Decken: Horizontale Lastabtragung zwischen Geschossen. Dachkonstruktion: Sparren, Pfetten, Binder.
Nichttragende Bauteile
Trennwände: Raumteilung ohne statische Funktion. Fassadenbekleidung: Wetterschutz, Optik. Abhangdecken: Raumgestaltung, Installationsführung. Bodenbeläge: Nutzschicht auf Rohdecke.
Raumabschließende Bauteile
Außenwände: Trennung Innen-/Außenklima. Dach: Oberer Gebäudeabschluss. Kelleraußenwände: Erdberührte Bauteile. Fenster und Türen: Öffnungen in Bauteilen.
Bauphysikalische Eigenschaften
U-Wert: Wärmedurchgangskoeffizient. Schalldämmmaß: Luftschalldämmung. Brandschutzklasse: Feuerwiderstand (F30, F60, F90). Feuchtetechnisches Verhalten: Diffusionswiderstand.
Siehe auch: Rohbau , Statik , Tragwerk