Schalldämmung bezeichnet alle baulichen und technischen Maßnahmen zur Verringerung der Übertragung von Luftschall und Körperschall zwischen verschiedenen Räumen oder von außen nach innen. Entscheidend für Wohnkomfort, Privatsphäre und Gesundheit.
Arten von Schall
Luftschall: Schallwellen durch Luft wie Sprache, Musik, Straßenlärm. Dämmung durch schwere massive Wände. Maßeinheit Luftschalldämmmaß Rw in Dezibel. Körperschall (Trittschall): Schwingungen durch feste Körper wie Schritte, Möbelrücken. Dämmung durch Entkopplung und elastische Zwischenschichten. Maßeinheit Norm-Trittschallpegel Ln,w in Dezibel.
Anforderungen DIN 4109
Mindestanforderungen Neubau: Wohnungstrennwände mindestens 53 dB, Wohnungstrenndecken Luftschall mindestens 54 dB, Trittschall höchstens 53 dB. Erhöhter Schallschutz empfohlen: 57-60 dB für Wände und Decken, Trittschall höchstens 46 dB.
Schalldämmung von Wänden
Massive Wände: Kalksandstein 24 cm erreicht 58 dB, Beton 18 cm 55 dB. Zweischalige Wände: Massivwand plus Vorsatzschale mit Dämmung erreicht 60-65 dB, Kosten 80-120 Euro je qm. Leichtbauwände: Metallständerwerk mit Gipskarton und Dämmung, Doppelständerwand erreicht 60-65 dB.
Trittschalldämmung
Schwimmender Estrich: Estrich auf elastischer Dämmschicht ohne Wandkontakt, Verbesserung 20-30 dB. Bodenbeläge: Teppichboden mindert 20-25 dB, Laminat mit Dämmung 15-20 dB, Fliesen ohne Dämmung 0 dB.
Schallschutzfenster
Klassen nach VDI 2719: SSK 2 (30-34 dB) für normale Wohngebiete, SSK 4 (40-44 dB) für stark befahrene Straßen, SSK 6 (ab 50 dB) für Autobahnen. Kosten: Standard 350-500 Euro je qm, Schallschutz SSK 5: 600-900 Euro je qm.
Siehe auch: Schallschutz , Estrich , Fenster