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Immobilien-ABC

Unterkellerung

Errichtung von nutzbaren Räumen unterhalb des Erdgeschosses eines Gebäudes

Unterkellerung bezeichnet die bauliche Ausführung eines Gebäudes mit einem oder mehreren Geschossen unterhalb der Geländeoberfläche. Sie schafft zusätzlichen Raum für Lagerung, Technik oder Wohnzwecke, verursacht aber erhebliche Mehrkosten.

Arten und Vorteile

Vollunterkellerung unter gesamter Grundfläche, Teilunterkellerung unter Teilen, Tiefgarage als Sonderform. Vorteile: Zusätzliche Nutzfläche (Lager, Technik, Hobby), Wertsteigerung der Immobilie, Schutz vor Witterung, konstante Temperatur.

Nachteile und Risiken

Hohe Baukosten: Typisch 30.000-60.000€ Mehrkosten gegenüber Bodenplatte. Baugrundrisiken bei Grundwasser oder schwierigem Boden. Feuchtigkeitsrisiken bei mangelhafter Abdichtung. Eingeschränkte Nutzung: Keine natürliche Belichtung, Wohnnutzung baurecht beschränkt.

Planung und Konstruktion

Bodengutachten als Planungsgrundlage (Tragfähigkeit, Grundwasser). Wandkonstruktion: Beton oder Mauerwerk mit Außenabdichtung. Abdichtung nach DIN 18533: Weiße Wanne (WU-Beton) oder schwarze Wanne (Bitumen). Perimeterdämmung nach GEG.

Kosten

Typisch 300-600€/m² Kellerfläche je nach Bodenverhältnissen und Ausstattung. Kostentreiber: Grundwasser, Hanglagen, hoher Dämmstandard. KfW-Förderung für Kellerdämmung bei Effizienzhäusern möglich.

Keller versus Bodenplatte

Pro Keller: Zusätzliche Fläche, Wertsteigerung, Technik untergebracht. Pro Bodenplatte: Günstiger, schneller, keine Feuchterisiken. Entscheidungskriterien: Grundstückspreis (teuer = Keller lohnt mehr), Bodenverhältnisse, Raumbedarf, Budget.

Siehe auch: Keller , Bodenplatte , Abdichtung

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