Reihenhaus bezeichnet eine Wohnform, bei der mehrere gleichartige Einfamilienhäuser in einer Reihe angeordnet sind und gemeinsame Seitenwände (Brandwände) aufweisen. Reihenhäuser kombinieren Vorteile des Einfamilienhauses mit wirtschaftlicheren Baukosten.
Typen
Reihenendhaus: Am Ende gelegen, nur eine gemeinsame Wand, größerer Garten, mehr Licht, 10-20 Prozent teurer. Reihenmittelhaus: Zwischen zwei Häusern, zwei gemeinsame Wände, kleinerer Garten, günstigster Preis. Doppelhaus: Sonderform mit nur zwei Häusern und einer Mittelwand.
Charakteristika
Typische Breite 5-7 Meter, Länge 10-15 Meter, Wohnfläche 80-150 Quadratmeter, meist 2-3 Geschosse. Grundstück: 150-350 Quadratmeter, schmale längliche Form, Garten hinten.
Vor- und Nachteile
Vorteile: 10-30 Prozent günstiger als freistehendes Haus, geringere Heizkosten durch weniger Außenwand, eigenes Haus mit Garten. Nachteile: Eingeschränkte Privatsphäre, Schallübertragung möglich, weniger Licht bei Mittelhäusern, begrenzter Gestaltungsspielraum.
Rechtliche Besonderheiten
Teilungserklärung regelt Sonder- und Gemeinschaftseigentum. Brandwand REI 90 erforderlich. Schallschutz nach DIN 4109: Trennwand mindestens 53 dB, erhöhter Schutz 57-60 dB empfohlen.
Energieeffizienz
Reihenmittelhaus: Nur 40-50 Prozent der Außenwandfläche eines freistehenden Hauses. Heizkostenersparnis: 20-40 Prozent. Bessere Energieeffizienzklassen erreichbar.
Siehe auch: Doppelhaus , Einfamilienhaus , Wohneigentum