Rendite bezeichnet die prozentuale Verzinsung des eingesetzten Kapitals bei einer Immobilieninvestition. Für Investoren ist sie die zentrale Kennzahl für Investitionsentscheidungen und ermöglicht die Vergleichbarkeit verschiedener Anlagen.
Renditearten
Bruttorendite: Jahresmiete geteilt durch Kaufpreis, erste Orientierung ohne Kostenberücksichtigung. Nettorendite: Reinertrag (Miete minus Kosten) geteilt durch Gesamtinvestition, aussagekräftiger. Eigenkapitalrendite: Cashflow nach Zinsen geteilt durch Eigenkapital, zeigt Hebeleffekt.
Berechnung Beispiel
Bruttorendite: 12.000 Euro Miete bei 200.000 Euro Kaufpreis = 6 Prozent. Nettorendite: 10.000 Euro Reinertrag bei 220.000 Euro Gesamtinvestition = 4,5 Prozent. Eigenkapitalrendite: 5.000 Euro Cashflow bei 50.000 Euro Eigenkapital = 10 Prozent.
Marktübliche Renditen
Wohnimmobilien Toplagen: 2-3 Prozent brutto, hohe Sicherheit. Gute Lagen: 3-5 Prozent, ausgewogenes Verhältnis. Einfache Lagen: 5-8 Prozent, höheres Risiko. Gewerbe: 4-8 Prozent je nach Art und Lage.
Einflussfaktoren
Kaufpreis: Niedriger Preis erhöht Rendite. Mieteinnahmen: Miethöhe und Leerstandsrisiko. Bewirtschaftungskosten: Instandhaltung, Verwaltung, Mietausfall. Finanzierung: Hebeleffekt durch Fremdkapital, aber höheres Risiko.
Risiko-Rendite-Verhältnis
Höhere Rendite bedeutet mehr Risiko. Gute Lagen bieten niedrigere Rendite, aber mehr Sicherheit. Risikoadjustierte Betrachtung für professionelle Portfoliosteuerung. Diversifikation empfohlen.
Siehe auch: Immobilienbewertung , Kapitalanlage , Mietrendite