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Immobilien-ABC

Zinsfestschreibung

Vertragliche Vereinbarung eines festen Zinssatzes für einen bestimmten Zeitraum

Zinsfestschreibung ist die vertragliche Vereinbarung, dass der Zinssatz für ein Immobiliendarlehen für 5-30 Jahre unverändert bleibt. Bietet Schutz vor Zinssteigerungen, macht monatliche Belastung kalkulierbar. Nach 10 Jahren Sonderkündigungsrecht (§ 489 BGB) ohne Vorfälligkeitsentschädigung.

Zinsbindungsfristen

5 Jahre: Niedrigste Zinsen, Risiko Zinsänderung. 10 Jahre: Standard, guter Kompromiss. 15 Jahre: Mehr Sicherheit, Zinsaufschlag. 20-30 Jahre: Höchste Sicherheit, deutlicher Aufschlag. Längere Bindung = höhere Zinsen (Risikoprämie für Bank).

Vor- und Nachteile

Lange Bindung ( ): Planungssicherheit, Zinsschutz. (-): Höhere Kosten, Inflexibilität, keine Chance bei fallenden Zinsen. Kurze Bindung ( ): Niedrigere Zinsen, Flexibilität. (-): Zinsrisiko bei Anschlussfinanzierung, Planungsunsicherheit.

Anschlussfinanzierung

Prolongation: Verlängerung bei gleicher Bank. Umschuldung: Wechsel zu anderer Bank. Forward-Darlehen: Zinssicherung bis 5 Jahre im Voraus. Volltilgerdarlehen: Komplette Tilgung während Zinsbindung.

Entscheidungskriterien

Aktuelles Zinsniveau, persönliche Risikobereitschaft, Einkommenssituation, Lebensplanung, Alter. Bei Niedrigzins: Lange Bindung. Höhere Tilgung (2-3%) reduziert Restschuld und Anschlussrisiko.

Siehe auch: Zinsbindung , Anschlussfinanzierung , Vorfälligkeitsentschädigung

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