Annuitätendarlehen ist die häufigste Darlehensform bei der Immobilienfinanzierung. Die monatliche Rate (Annuität) bleibt über die gesamte Zinsbindung konstant, wobei sich das Verhältnis von Zins- und Tilgungsanteil verschiebt: Anfangs hoher Zinsanteil, zum Ende hoher Tilgungsanteil. Dies ermöglicht planbare monatliche Belastungen.
Berechnung
Annuität = Darlehenssumme × (Zinssatz Tilgungssatz) / 100. Beispiel: 300.000 Euro bei 4% Zins und 2% Tilgung = 18.000 Euro jährlich = 1.500 Euro monatlich. Mit jeder Rate sinkt die Restschuld, der Zinsanteil sinkt, der Tilgungsanteil steigt entsprechend.
Vorteile
Planungssicherheit durch konstante Raten. Automatische Tilgungssteigerung über die Laufzeit. Einfache Budgetplanung für Kreditnehmer. Transparente Gesamtkosten bei fester Zinsbindung.
Gestaltungsmöglichkeiten
Anfängliche Tilgung: Mindestens 1%, empfohlen 2-3% für schnellere Entschuldung. Sondertilgungsrecht: Jährliche Sonderzahlung von 5-10% üblich. Tilgungssatzwechsel: Anpassung der Tilgung während der Laufzeit. Tilgungsaussetzung: Vorübergehende Aussetzung in Notfällen.
Restschuld und Anschlussfinanzierung
Nach Ablauf der Zinsbindung verbleibt meist Restschuld. Prolongation bei gleicher Bank oder Umschuldung zu anderem Anbieter. Forward-Darlehen zur Zinssicherung bis 5 Jahre im Voraus. Volltilgerdarlehen: Komplette Tilgung während einer Zinsbindung.
Siehe auch: Annuität , Tilgung , Zinsbindung